Neumarkt

Als schmales Rechteck erstreckt sich der Platz zwischen der König-Friedrich-Wilhelm-Straße und der Harmoniestraße. Er geht in seiner Planung auf den Bauplan von 1782 zurück (nähere Erläuterungen zum Bauplan von 1782 s. bei der König-Friedrich-Wilhelm-Straße). Zwischen 1794 und 1804 wurde bereits mehr als die Hälfte der Hausstellen an diesem Platz bebaut. Bis dahin wurden die jährlichen drei Jahrmärkte auf dem Marktplatz in der Altstadt abgehalten, ab 1808 fanden sie auf dem neuen Marktplatz statt wie später auch die Wochenmärkte. Der Platz erhielt ganz einfach den Namen „Markt“, der erst 1904 geändert wurde. Um nach der Eingemeindung von Beeck und Laar die doppelten Straßennamen zu beseitigen, beschloß die Hochbaukommmission am 21.4.1904, den Platz in Neumarkt umzubenennen. Im Jahre 1900 war er asphaltiert worden.
Anläßlich des fünften Jahrestages der Schlacht bei Sedan und zur Erinnerung an die vier im Kriege 1870/71 gefallenen Ruhrorter Bürger wurde am 2.9.1875 ein Kriegerdenkmal auf dem Platz eingeweiht. Es handelt sich um eine 2,40 m hohe Germaniastatue mit je einem Adler an jeder Ecke des Sockels. Der Entwurf stammte von Bildhauer Hermann Schies aus Wiesbaden, die Figuren waren aus Zinkguß gefertigt. Am 16.1903 wurde das Denkmal vom Blitz getroffen und zerstört. An seine Stelle trat am 18.2.1904 ein leicht verändertes Denkmal von Bildhauer Hugo Cauer aus echtem Bronzeguß. Dieses wurde am 4.4.1941 abgebrochen und fiel wie die meisten Denkmäler der „Metallspende“ zum Opfer.

Quelle: www.duisburgweb.de
 
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