August Hirsch Straße

Die August-Hirsch-Straße beginnt heute an der Ruhrorter Straße und verläuft dann in einem Knick auf den Vinckeweg zu.
1928 wurde ein Teilstück der seit 1915 im Adreßbuch erwähnten Straße „Rosenhügel“ (auch: „Am Rosenhügel“, s.d.) nach dem früheren Hafenbaudirektor August Hirsch zunächst „Hirschstraße“ genannt. 1931 hat dessen Sohn, Arnold Hirsch, die Stadtverwaltung zur eindeutigen Kennzeichnung des Namensgebets um Ergänzung des Vornamens. Die Hafag schloß sich der Bitte an. Der Duisburger Polizeipräsident lehnte den Antrag zunächst ab, da die „Berliner Grundsätze“ bestimmten, daß Vornamen, Titel und Adelsprädikate als Zusatz zu Personennamen nicht zugelassen seien. Die Stadtverwaltung bestand auf ihren Antrag, da die Bestimmungen nur eine Kann-Vorschrift seien, von der in vielen Fällen abgewichen worden sei. Im Juli 1932 erfolgte die Umbenennung in August-Hirsch-Straße.

August Hirsch wurde am 16. April 1852 in Tralauerholz bei Oldesloe (Holstein) geboren. Nach Studium in Aachen und praktischer Ausbildung an den Marinewerften Kiel und Wilhelmshaven leitete er seit 1882 im Dienst der Hafenbaugesellschaft Rhein-Ruhr-Kanal-Verein in Duisburg den Bau von Hafenbrücken und Schleusen. Nach verschiedenen Tätigkeiten u.a. in Bremen wurde er 1889 als Hafenbaudirektor nach Duisburg berufen. In den folgenden 16 Jahren schuf er die Grundkonzeption für die Weltgeltung der später vereinigten Duisburger-Ruhrorter Hafenanlagen. Unter seiner Leitung wurden der Innen- und Außenhafen ausgebaut und erweitert sowie der Parallelhafen neu erstellt. Er beschritt neue Wege auf dem Gebiet der Eisenbahnausrüstung, der Umschlagsarten für Massengut und insbesondere beim Bau der Kohlenkipper. 1905 trennte er sich von Duisburg und folgte einem Ruf der TH Aachen auf eine Professur für Verkehrswasserbau.

August Hirsch verstarb am 30. April 1922 in Aachen.
Quelle: www.duisburgweb.de
 
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