





Die Gildenstraße führt von der Krausstraße bis zur Dr.- Hammacher Straße. Ursprünglich hieß sie Sackstraße und endete am Gildenplatz (der bis 1911 Alter Markt genannt wurde). 1936 beantragte der Ruhrorter Bürgerverein, die Sackstraße in Gildenplatz umzubenennen. Als Begründung wurde angegeben, „daß gerade der Name der Straße in diesem Teil unseres Hafenviertels den Matrosen und Heizern Anknüpfungsmomente gibt, die wiederum den Ruhrorter Mädchen und besonders den dort wohnenden Bürgerfamilien infolge der etwas derben Art nicht gefallen können“. Es wurde auf diese Eingabe hin beschlossen, die Sackstraße und den Gildenplatz insgesamt als Gildenstraße zu bezeichnen.
Gilden sind Berufsvereinigungen oder Innungen. Es gab Schutzgilden zu gemeinsamer Selbsthilfe, wirtschaftliche Gilden von Kaufleuten, Handwerkern und dergl. und religiösen Gilden. In Ruhrort ist hier besonders die Schiffergilde zu nennen, die von ihrer Entstehung her zunftmäßigen Charakter hatte und deren Gründung möglicherweise schon zu Ende des Dreißigjährigen Krieges erfolgte. Sie wollte durch den Zusammenschluß der ortsansässigen Schiffer fremde Konkurrenz ausschließen. Seit 1835 hatte sie nur noch die Aufgaben eines Unterstützungsvereins.
Quelle: www.duisburgweb.de
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